Digitales Marketing für KMU: Das sollten Sie wissen

von Ralf Hug | Top Marketing Shifu
Digitales Marketing in KMUs

Klassische Marketingmethoden treten heute mehr und mehr in den Hintergrund, was nicht verwunderlich ist, da sie oft recht teuer und wenig effizient und messbar sind. Diese umstrittenen Methoden machen Platz für neue Formen: Digitales Marketing heißt der Schlüsselbegriff. Im Zeitalter der Digitalisierung geht es darum, das Potenzial neuer Technologien für kreative und effiziente Strategien der Kundenansprache zu nutzen. Auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) ist es deshalb entscheidend, die Mechanismen des digitalen Marketings zu verstehen und zu adoptieren, wenn sie Wettbewerbsfähigkeit, Produktivität und den Return-on-Investment im Marketing steigern wollen.

Fünf Dinge über Digitales Marketing die KMU einfach wissen müssen

Heute gilt: Wen es Online nicht gibt, der existiert nicht. Wenn ein Unternehmen keine Online Präsenz hat und sich nicht mit digitalem Marketing befasst, ist es quasi unauffindbar. Dazu zählen Instrumente wie Webauftritt, Social-Media-Marketing, Content-Marketing, E-Mail- und Newsletter-Marketing und vor allem auch Suchmaschinenoptimierung (SEO) und –werbung (SEA), um nur einige Beispiele zu nennen. Grundsätzlich umfasst digitales Marketing eine Vielzahl von Marketing-Instrumenten, die es gilt in Einklang zu bringen. Deshalb sollten gerade KMU die grundlegenden Mechanismen des digitalen Marketings verstanden haben.

1. Alle Macht geht vom potentiellen Kunden aus

Studien zeigen, dass je nach Produkt, Dienstleistung und Branche 60 bis 80 Prozent der Kaufentscheidungen Online stattfinden und potentielle Kunden im Internet aktiv nach Informationen über Leistungen und Produkte suchen, bevor Sie erstmals mit dem Unternehmen in Kontakt treten. Darüber hinaus können Online-Bewertungen und -Meinungen anderer das Kaufverhalten positiv als auch negativ beeinflussen. Eine Strategie für digitales Marketing muss deshalb alle relevanten Bereiche und Kanäle, in denen die Zielgruppe sich bewegt, berücksichtigen. Ziel muss sein, Online präsent zu sein, die Meinungsbildung zu beeinflussen und einen guten Platz in den Suchmaschinen zu erlangen.

2. Altbewährtes funktioniert nicht mehr

Unternehmen müssen sich verändern, denn:

  1. Das Käuferverhalten in einer immer stärker digitalisierten Welt hat sich stark verändert. Es ist wichtig die Buyer oder Customer Journey eines potentiellen Kunden zu kennen.
  2. Neue Medien und Digitales Marketing stellen Mittelständler vor große Herausforderungen: Ist die Website adäquat? Ist mein Unternehmen und sind meine Produkte in den Suchmaschinen auffindbar? Werden die Sozialen Medien bespielt? Ist das Unternehmen auch auf mobilen Geräten präsent? Wird eine eigene App nötig?
  3. Marketingmethoden verändern sich vom Outbound (Sie pushen ihre Botschaften: Kalt-Akquise, Postwurfsendungen, SPAM, klassische Werbung) zum Inbound Marketing (Sie ziehen Kunden an durch einzigartige und relevante Inhalte; SEO, Content, Social)
  4. Die Kundenansprache wandelt sich von der klassischen zur digitalen Ansprache. Das macht eine Content Marketing Philosophie erforderlich
  5. Die Einbettung des digitalen Marketings in ein strategisches Gesamtkonzept ist also notwendig. Dazu zählt die Gestaltung der Webseite ebenso wie eine Präsenz in den zielgruppen-relevanten sozialen Netzwerken, die Nutzung von E-Mail Marketing, der Einsatz von Blogs und User-Foren wie auch der Einsatz von modernen Marketing Automation Plattformen
3. Digitales Marketing kann Zielgruppen gezielt und schnell ansprechen

Beim digitalen Marketing steht die Gewinnung grundlegender Daten am Anfang des Prozesses: Name, Unternehmen, E-Mail-Adresse und demographische Daten sind ebenso relevant wie das Nutzerverhalten, um Profile von Kunden und Unternehmen aufzubauen. Nur so kann die richtige Zielgruppe über die jeweils optimal passenden digitalen Kanäle (Web, E-Mail, Social) mit den richtigen Inhalten angesprochen werden. Dies erfolgt durch Datenauswertungen vorhandener Marketing Automation Plattformen (MAP), Analytics-Lösungen und teils auch CRM-Systemen. Informationen zur richtigen Zeit and die richtige Person zu bringen ist erheblich schneller und effizienter im digitalen Marketing.

4. E-Mail Marketing ist immer noch am effektivsten

Zahlreiche Studien zeigen E-Mail Marketing ist so relevant wie nie, denn es ist immer noch eines der effektivsten Marketing-Instrumente im Werkzeugkasten eines Marketers. Im E-Mail-Marketing werden potenzielle Kunden persönlich und individuell angesprochen, nicht nur in Form von Push-E-Mails sondern auch Pull-E-Mails, bei denen sogennante “Triggers” (Auslöser) basierend auf Nutzerverhalten - relevante E-Mails versenden. Bei rechtskonformer Implementierung (DSGVO 2018 beachten!) durch doppelten Opt-in mit Einwilligung als auch Widerruf-Möglichkeiten (z.B. korrektes Impressum, Abmeldelink in E-Mails) sind auch Newsletter noch immer gesellschaftsfähig, vor allem wenn sie Inhalte liefern, die dem Empfänger einen echten Nutzen bieten. Studien zeigen, dass durch Marketing-Aktionen mit Hilfe von E-Mails wesentlich mehr neue Kunden generiert werden als über Social Media Portale wie z.B. Facebook, Twitter oder Instagram.

5. Marketing ist in der Cloud angekommen

Moderne Marketing Automation Lösungen helfen KMU bei der Digitalisierung wichtiger Marketing- und Vertriebsprozesse. Diese Cloud-Lösungen in Form von Software-as-a-Service Plattformen unterstützten den gesamten Lead Management Prozess im B2B- als auch B2C-Bereich mit effektiven, integrierten und messbaren Kundenakquise- als auch Kundenbindungskampagnen basierend auf der Inbound Marketing Methode. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen sind diese Möglichkeiten in Zukunft unverzichtbar, um der Ressourcenknappheit (Budgets und Personal) Herr zu werden, wettbewerbsfähig zu bleiben und auch die betriebliche Effizienz in Form von Umsatz und Gewinn zu steigern.

Fazit: Gerade für kleine und mittlere Unternehmen bietet digitales Marketing mit Modernen Marketing Automation Plattformen und innovativen digitalen Instrumenten effektive Möglichkeiten, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und schnell und gezielt Neu-Kunden anzusprechen als auch Stammkunden weiter zu entwickeln.

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