Suchmaschinenoptimierung: 10 wichtige SEO-Tipps für KMU

von Ralf Hug | Top Marketing Shifu
Suchmaschinenoptimierung

Kunden suchen inzwischen immer häufiger im Internet nach Produkten und Dienstleistungen. Umso wichtiger ist es für Anbieter, dass ihre Webseite im Internet auch gefunden wird. Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist die Lösung: Wer im Suchmaschinen-Ranking auf vorderen Plätzen erscheinen will, muss sich mit SEO beschäftigen. Wer aber denkt, er dreht einmal an den richtigen Knöpfen und ist dann fertig mit der Suchmaschinenoptimierung, liegt falsch: SEO ist ein etwas komplexer Prozess und braucht seine Zeit. SEO beinhaltet Aspekte, die die OnPage- und OffPage-Optimierung ebenso umfassen wie technische Gesichtspunkte. Zehn wichtige Tipps zum Thema Suchmaschinenoptimierung haben wir für Sie zusammengestellt.

Wer braucht eigentlich Suchmaschinenoptimierung?


Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist ein wichtiger Bestandteil des Inbound Marketings, denn: Besucher, die über die Suchmaschine auf Ihre Webseite kommen, sind bereits interessiert und damit als potentielle Kunden relevant. Suchmaschinenoptimierung (SEO) unterscheidet sich von Suchmaschinenwerbung oder Search Engine Advertising (SEA), bei der es um das Schalten von bezahlten Suchanzeigen geht, die vor oder neben den natürlichen Suchergebnissen auf Suchmaschinen stehen. Bei SEO unterscheidet man grob drei verschiedene Themenbereiche: OnPage- und OffPage-Optimierung sowie die Technik. Zum Verständnis: Während die OnPage-Optimierung sich vor allem mit inhaltlichen Aspekten, mit dem Einbau von Keywords und der Formulierung von Seitentitel und Meta-Description beschäftigt, fokussiert sich die OffPage-Optimierung auf Aspekte wie den Linkaufbau. Als drittes sind technische Aspekte der Suchmaschinenoptimierung bedeutsam für das Ranking einer Webseite, indem man beispielsweise Fehler und „leere“ Links (z.B. 404 Fehler) verhindert, Ladezeiten verkürzt und die eigene Webseite einem regelmäßigen Audit unterzieht, um zu sehen, dass alles reibungslos läuft.

Da dieses Thema für viele Anbieter von Webseiten eher schwerer verständlich ist, ist es sicherlich vorteilhaft, die Suchmaschinenoptimierung in die Hände von Fachleuten zu legen, die über die Kenntnisse und notwendigen Tools verfügen. Dennoch sollten alle Webseitenbetreiber ein gewisses Grundverständnis haben, was diese Fachleute tun.

SEO-Profis besser verstehen: Zehn SEO - Tipps, die Sie bei der Suchmaschinenoptimierung kennen sollten
1. Seitentitel & Meta-Beschreibung: Nicht zu lang und nicht zu kurz!

Der Titel der Webseite ist rankingrelevant und sollte deshalb die passende Länge haben, nämlich 50 bis 60 Zeichen - nicht mehr und nicht weniger. Das wichtigste Keyword der jeweiligen Seite sollte im Titel vorkommen, auch das Inhaltliche spielt eine große Rolle: Ist der Seitentitel einzigartig und aussagekräftig?

Die Meta-Description der Seite muss ebenfalls stimmen, denn diese Beschreibung wird von Google für das Snippet in den Suchergebnissen verwendet. Die Meta-Description sollte daher sowohl das Haupt-Keyword als auch eine starke Aufforderung zum weiterlesen enthalten – je ansprechender die Formulierung, desto größer die Wahrscheinlichkeit eines Klicks darauf. In diesem Zusammenhang sind auch „Rich Snippets“ von Bedeutung, um die Durchklick-Rate nochmals zu erhöhen, z.B. durch grafische Elemente. Die maximale Länge der Meta-Beschreibung darf 155 bis 170 Zeichen nicht überschreiten, längere Ausführungen werden in den Suchergebnissen abgeschnitten.

2. Die richtigen Keywords recherchieren!

Um eine Internetseite erfolgreich und nachhaltig optimieren zu können, benötigt man auch eine passende Keyword-Strategie. Folgende Fragen sollte man im Rahmen einer Keyword-Recherche klären: Welches sind die wichtigsten Schlüsselbegriffe, die potentielle Kunden bei Google & Co. eingeben um unsere Produkte und Dienstleistungen zu finden? Wie sind die Keywords des Mitbewerbers? Wie hoch ist das jeweilige Suchvolumen der Keywords? Wertvolle Hilfestellung leisten entsprechende Tools, z.B. der Google Keyword Planner.

Man unterscheidet "Shorttail"-Keywords (kurzer Suchbegriff wie: Nike), die mehr generisch aber oftmals auch ein sehr hohes Suchvolumen haben, von "Longtail"-Keywords, die mehr ins Detail bei Suchanfragen gehen (langer Suchbegriff wie: Nike Air Max kaufen) und für die es eventuell leichter ist zu „ranken“

3. Google Search Console implementieren!

Die Google Search Console ist ein kostenloses Tool, mit dem man seine Seite bei Google verwalten kann, gegebenenfalls Crawling-Fehler erkennen sowie Indexierungs-Status der eingereichten Sitemap, Suchvolumina und andere wichtige Einstellungen und Daten an der eigenen Webseite einsehen kann. Außerdem erhält man Warnungen über Sicherheitsprobleme, Crawling-Fehler und ähnliche Dinge.

4. Für einzigartige Inhalte sorgen!

Egal, ob die Webseite Texte, Bilder oder Videos enthält: Die Inhalte sollten einzigartig sein und nicht irgendwo anders noch einmal im Internet auftauchen. Duplizierte Inhalte entstehen, sobald ein gleicher oder sehr ähnlicher Inhalt unter mehreren verschiedenen URLs angezeigt wird. Und: Web-Inhalte sollten einen Nutzen bieten, weil sie interessant sind, Empfehlungen geben, Links auf weitere Inhalte beinhalten, spannend, neue und wichtige Inhalte bieten, Wissenswertes aufgreifen. Und das in einer professionellen, qualitativ hochwertigen Art und Weise, visuell attraktiv.

5. Den Wettbewerb im Auge behalten!

Mit Hilfe bestimmter SEO-Tools kann man Mitbewerber genau unter die Lupe nehmen: Welche Keywords nutzt der Mitbewerber? Woher kommen Backlinks und wie hoch ist das Budget für Google Adwords? All das kann man per SEO-Konkurrenzanalyse herausfinden und für die eigenen Zwecke, nämlich eine suchmaschinenoptimierte Platzierung der eigenen Webseite, nutzen.

6. Ladezeiten reduzieren!

Die Ladezeit ist ein wichtiges Rankingkriterium für Webseiten. Benötigen die wichtigen Seiten mehr als drei Sekunden zum vollständigen Aufbau, sollten entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Getestet werden sollte darüber hinaus auch die „Time to first byte“. Für die SEO-Optimierung unbedingt überprüfen, ob Bildergrößen optimiert, also komprimiert wurden. Für mobil optimierte Webseiten spielt die Ladezeit eine besonders wichtige Rolle, denn die Bandbreite mobiler Internetverbindungen ist geringer und Smartphone-Nutzer möchten unterwegs schnelle Ergebnisse.

7. Interne Verlinkung beachten!

Die Verlinkung von verschiedenen Seiten innerhalb der eigenen Webseiten-Domain ist suchmaschinenrelevant und sollte sich nicht allein auf die Navigation beschränken. Deshalb in den Texten der eigenen Webseiten immer mal wieder auf andere Unterseiten verweisen, so dass sich eine logische Reihenfolge von Klicks ergibt. Je häufiger ein interner Link angeklickt wird, desto relevanter ist er für die ganze Webseite.

8. Für hochwertige Backlinks sorgen!

Backlinks, also Verweise von anderen Websites, spielen für die Suchmaschinenoptimierung eine bedeutende Rolle. Vor allem bei häufigen Keywords ist das so genannte Linkbuilding wichtig, da Google Backlinks als eine Art Empfehlung erkennt. Auch hier muss auf verschiedene Dinge geachtet werden, z.B. auf Linkvielfalt und auf natürliche Ankertexte.

9. Lokales Business? Dann kümmern Sie sich um Local SEO!

Wenn Sie ihre Kunden primär aus Ihrer Region haben, bietet es sich an, regional begrenzte Suchmaschinenoptimierung zu betreiben, damit Sie lokal auch gefunden werden. Das schafft man zusätzlich zum Standard SEO-Instrumentarium z.B. noch mit Hilfe von Einträgen in Branchenverzeichnisse, die Gewinnung von guten Bewertungen sowie die Optimierung Ihres Google My Business Profils.

10. Technische Probleme mit SEO Audit lösen!

Um Suchmaschinenoptimierung wirklich dauerhaft umsetzen zu können, ist ein permanentes Monitoring von großer Bedeutung. Ein SEO Audit sollte deshalb nicht nur am Anfang eines Projektes stattfinden, sondern in regelmäßigen Abständen erfolgen, um mögliche Fehler schnell zu identifizieren und zu beheben. Außerdem sollten Sie regelmäßig Ihre Webseiten-Strategie überprüfen. Haben die Suchbegriffe immer noch die gleiche Relevanz? Kommen neue Backlinks hinzu? An welchen Stellschrauben könnte man noch drehen?

Fazit: Aufgrund des geänderten Käuferverhaltens ist SEO ein unverzichtbares Marketing Instrument und aus dem modernen Marketing nicht mehr weg zu denken. SEO ist ein Eckpfeiler des Inbound Marketings und trägt entscheidend dazu bei, von potentiellen Kunden gefunden zu werden. Auch wenn SEO ein etwas komplexes Feld ist: Wer nachhaltiges SEO betreibt und in den Gesamtverbund der digitalen Marketing Instrumente einbindet, ist auf einem guten Weg effektives, integriertes und messbares Marketing zu betreiben.